Notizen aus dem Reihenhäuschen – „Jetzt gleich, gleich gleich oder nie gleich?“

„Papa, darf ich ein Eis?“, fragt das Kind. „Gleich“, sage ich und versuche weiter Haare aus der Badewanne zu fischen. „Was heißt gleich“?, fragt das Kind. „Heißt gleich jetzt gleich, gleich gleich oder nie gleich?“ Ich lege den Scheuerschwamm zur Seite, gucke das Kind belustigt an. „Äh?“, sage ich, da Schlagfertigkeit, gerade wenn ich Haare aus Badewannen fische, auch nicht mein zweiter Vorname ist.

„Du bist doof“, schimpft das Kind und schmeißt sogar, um ihr Wut zu unterstreichen, seinen Lieblingsteddy an die Wand. „Aua!“, sage ich für den Teddy, der traurig vor dem Klo liegt. Das Kind guckt genervt. „Papa, das ist nur Stoff. Dem tut das nicht weh“, sagt es, schüttelt den Kopf und geht lautstark ihn sein Kinderzimmer. „Du könntest mal aufräumen“, schlage ich vor. „Gleich“, sagt das Kind. „Stich“, denke ich.

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