Skulptur Projekte. Über den Minnesang. Mailied, Sommerlied und Winterlied.

Die Skulptur Projekte schafft Arbeitsplätze. Zum Beispiel das Amt der Aufsicht. Münster, 16 Uhr, 29 Grad im Schatten. Eine schwitzden Aufsicht sitzt in seinem Picknickstuhl, den er sich für das letzte Rock am Ring Festival gekauft hat, vor der Installation und liest. Nächste Woche muss er ein Referat über die Naturlieder des mittelalterlichen Minnesangs halten, die ihn ähnlich berühren wie die Installation, vor der er hundert Tage fünfmal die Woche vier Stunden sitzen muss. „Skulptur Projekte. Über den Minnesang. Mailied, Sommerlied und Winterlied.“ weiterlesen

Tag 10- Skulptur Projekte. Über Kirchengeläut, Kunst und Kuchen

Für das geschulte Ohr. Evans hat das Geläut der Kirchenglocke mit einer Klimaanlage verändert.

Die Frau, das Kind und ich machen einen Sonntagsausflug. Ich habe den Anhänger an mein Fahrrad geschnallt und wir wollen die Installtion von Cerith Wyn Evans sehen. Ein ganze Weile suchen wir die Arbeit, laut Plan versteckt sie sich auf einem Kirchplatz, doch wir finden weder Kirchplatz noch Kunst. Dann hat die Frau Glück und findet die besagte Adresse und zwei Mädchen, in Skultur Projekte Shirts, die Aufsicht führen und Verantwortung für die Kunst haben. „Ne, das ist eine Klangarbeit, die sieht man nicht“, erklärt das eine Mädchen der Frau und die andere guckt hinter unserer Kind her, was gerade die Blumen aus einem Beet herausreißt – sie hasst Blumen – und sagt, dass unsere Tochter aber ein süßer Bursche ist. Ich gucke in meine Kunst App und lese, dass Cerith Wyn Evans anhand einer Klimaanlage das Geläut der Glocken verändert hat. Außerdem sollen auf dem Platz zwei Neonröhren stehen, die den Gegenpart zur Klangkunst bilden. Um 16 Uhr und um 19 Uhr kann man das Spektakel erleben. Ich gucke auf die Uhr. „Es ist sechs“, sage ich zur Frau und den beiden Aufsichtsmädchen. „Ja, doof. Und die Neonröhren wollte der Künstler dann auch nicht“, sagen die Mädchen und fragen, fast entschuldigend ob sie uns ein Stückchen Kuchen anbieten können. Sie haben extra Kuchen gebacken, erklären sie. Wenn es hier schon nichts an Kunst gibt, soll man wenigstens etwas in den Magen kriegen. Wir kaufen drei Stücke – sicherlich auch ein wenig aus Mitleid – und fahren nach Hause. „Das war aber eher enttäuschend. Ich glaube, den Mädchen war das sogar peinlich“, sagt später die Frau. Ich nicke. „Muss es nicht“, sage ich. Mir fällt auch nichts kluges darauf ein.

Tag 7 – Skulptur Projekte. Über das Oho, als mich die Muse am Po knutschte

Oho, oho. Es sind Skulptur Projekte. Der siebte Tag. Ich sitze in meinem Garten, trinke einen guten Tropfen Rotwein, oho, oho, einen Nord- Spanier, positiv im Abgang, fruchtig und erdig, mit feinem Bukett, lese die ART. Wie man eben in seinem Garten sitz die ART liest und einen guten fruchtig – erdigen Tropfen mit positiven Abgang trinkt. Oho. Oho.

Die ART, die ich „ach“ viel zu selten lese, gibt Insidertipps über die Londoner Kunstszene, die ein spektakuläres Comeback (Stichwort: F:U:C:K:) oho, oho, feiert. Die spektakulärsten Kunstorte, die man besuchen sollte, wenn man sich für die englische Künstlerszene begeistert. „ Ja, ja“, denke ich lustiger ARTgenosse und, abgesehen davon, dass ich noch nie in London war, bin ich hin und weg und flöte ein „Oho“, so dass auch mein geschätzter Nachbar hinterm Gartenzaun mich, den Gelegenheitsboheme, Hipster und Somelier mitbekommt. Oho. Oho.

Es sind tolle Kunsttage. Hundert Tage, in dessen Fahrtwasser auch mich die Muse am Po knutscht. Statt Zombiefilm und Blockbuster gerne eine japanisch – finnische Videoinstallation mit politischer Botschaft, statt Poetry Slam lieber ein linguistisches Dada Experiment, was die Grenzen zwischen Signifikant und Signifikat verschwimmen lässt. Oho, oho.

Hundert Tage Skulptur Projekte und eine ganze Stadt wird Berlin. Exaltierte, kreative existentialistische Misanthropen. „Oho, oho.“

DEFINITIONEN – STICHWORT F:U:C:K:

Hipster ist ein im frühen 21. Jahrhundert in den Medien verbreiteter, zumeist etwas spöttisch gebrauchter Name für ein Milieu, dessen Angehörige ihrem Szenebewusstsein – bei Gleichgültigkeit dem Mainstream gegenüber – extravagant Ausdruck verleihen.

Sommelier berät in einem Haus der gehobenen Gastronomie die Gäste bei der Auswahl der zu den einzelnen Speisen bzw. Gängen passenden Weine.

Der Begriff Bohème oder Boheme bezeichnet eine Subkultur von intellektuellen Randgruppen mit vorwiegend schriftstellerischer, bildkünstlerischer und musikalischer Aktivität oder Ambition und mit betont un- oder gegenbürgerlichen Einstellungen und Verhaltensweisen. Oho. Oho.

Tag 6 – Skulptur Projekte. Über Zahnärzte und Kunsttouristen

Beige Dreiviertelhose, Blumenshirt und Moossandale. Englische Kunstgucker auf der Suche.

Es sind wieder Skulptur Projekte. Bis zum ersten Oktober strömen Kunsttouristen nach Münster, um Kunst zu gucken. Neben seinem Skulptur Projekte Logo Jutebeutel ist der Kunsttourist am Leihfahrrad zu erkennen, auf dem er ängstlich durch den Stadtraum wackelt. Unheimlich ist ihm diesen Art der Fortbewegung, die hier in der Provinz so typisch scheint.

Nach hundert Tagen ist der Spuk wieder vorbei, die Ausstellung zu Ende. Doch auch nach dem ersten Oktober muss der Kunstgucker nicht zehn Jahre warten, um in Münster Kunst zu finden.

In den letzten Jahren hat die Stadt eine Menge Arbeiten angekauft. Das gehört sich so, sagt die Stadt. Doch ähnlich dem hippen Zahnarzt, der die Malerei für das Praxiswartezimmer eher nach der Haarfarbe der Zahnarzthelferin auswählt oder schaut, ob das Bild mit dem Farbton seiner Eames Stühle korrespondiert, wählt die Stadt Kunst nach dem Gesichtspunkt aus, dass sie dem Bürger gut zu Gesicht steht und bloß nicht weh tut. Eine grüne Hecke von Rosemarie Trockel, ein paar Betonkugeln von Oldenburg oder ein nettes Holztor von Daniel Buren. Es darf eben nicht weh tun.

Tag 5 – Skulptur Projekte. Über das Stümperhafte in der Kunst

Hito Steyerl zeigt Videokunst in der LBS

In der LBS am alten Zoo zeigt eine deutsch-japanische Medienkünstlerin (Hito Steyerl) eine Videoinstallation. Es geht um Roboter, Kriege, menschenfeindliche Umgebungen. Die Installation heißt „HellYeahWeFuckDie“, weil das die häufigsten Wörter in englischsprachigen Pop Songs sind. Ein Kunstmagazin hat die Künstlerin gerade zu einer der zehn bedeutendsten Künstler der Gegenwart gewählt, was einem die Arbeit ganz anders sehen lässt. Ach, wenn das so ist…, denke ich, aber ich schweife ab. Die Frau sagt, dass die Animationen stümperhaft aussehen. Ich sage, dass das sicher gewollt ist. Warum das gewollt ist, weiß ich aber auch nicht.

Grobes & Klotziges gibt es von Justin Matherly

An der Promenade steht eine Installation des Bildhauers Justin Matherly. Sie heißt Nietzsches Felsen, weil sie Bezug auf Nietzsche nimmt und von Weitem aussieht wie ein Felsen. Von Nahen sieht der Felsen aber auch stümperhaft aus. Und Nietzsche sehe ich in ihm auch nicht. Das Art Magazin schrieb einmal eine Lobbuddelei über den Bildhauer (wunderbar grob und klotzig, sagten sie). Auch hier scheint das Stümperhafte gewollt. Das Stümperhafte zieht sich also gewollt durch die Ausstellung“, sagt die Frau und reibt sich am Ohr, was ein Zeichen tiefen Nachdenkens darstellt. „Ja, die Kunst“, sage ich. „Die Eulen sind nicht das, was sie scheinen“, sagt die Frau, die mal wieder das letzte Wort haben will.

Tag 4 – Skulptur Projekte. Über ein Augenzwinkern und wieder den Steg

Hundert Tage Skulptur Projekte. Hundert Tage Tagebuch. Eindrücke. Die Lokalzeit Münsterland berichtet ausführlich über die tollen Kunsttage. Ist das Kunst oder kann das weg, sagt der Fersehmoderator am Anfang des Beitrags mit einem Augenzwinkern. Dann wird über den Steg von Ayşe Erkmen berichtet. Eine Hundefrauchen ist jetzt schon traurig, wenn der Steg weg ist, Ihr Jazz, ein Dackel mit Mischling,  läuft jeden Morgen über den Steg und findet es richtig gut. Ein Kunstkenner, sagt das Hundefrauchen mit einem Augenzwinkern. Sie selber fällt lieber kein Urteil. Das überlassen wir mal den Profis, lacht der Fersehmoderator mit einem Augenzwinkern. Ja, das ist schon traurig, denke ich ganz ohne Augenzwinkern.

Tag 3 – Skulptur Projekte. Über Zahlenspiele und Wartezeiten

Nicole Eisenman, Sketch for a Fountain

600 000 Gäste werden zu den Skultur Projekten erwartet. Gregor Schneiders Installation „N. Schmidt“ darf immer nur von einer Person betreten werden. Die Öffnungszeiten sind von 10 Uhr bis 20 Uhr. Die Ausstellung endet am 1. Oktober 2017. Durchschnittlich hat jeder Kunstbetrachter weniger als eine Sekunde für seine Installation. Das reicht. Wir warten.

Wir warten. Gut lässt sich am Brunnen von Nicole Eisman warten oder heißt sie Eisenman? Sie hat an der Promenade einen Brunnen bauen lassen. Fünf Figuren hängen darum herum, zwei aus Bronze, drei aus Gips. Die Frau sagt: „Die Gipsfiguren lösen sich mit der Zeit durch das Wetter auf.“ Auch sonst hängen viele Figuren um den Brunnen herum. Kinder baden. Mütter wickeln. Väter fotografieren. Japaner fotografieren. Mütter lesen Kunstkataloge. Väter rauchen. Man wartet, hängt ab. Die Frau sagt: „Das gefällt mir bisher am Besten.“ Ich nicke. „Brunnen finde ich auch super“, sage ich und hänge mit ihr noch ein wenig ab.

Tag 2 – Skulptur Projekte. Über Wartezeiten und Lokalpatriotismus

Wir sind Kunst. Eröffnung der Skulpturprojekte. Installation von Cosima von Bonin und Tom Burr

Wir warten. Wir warten vor der ehemaligen Eissporthalle Münster. In naher Zukunft soll die Halle abgerissen werden und Wohnungen entstehen. Jetzt hat erst mal Pierre Huyghe die leere Eissporthalle für sich entdeckt. Die Schlange am Eingang ist circa fünfzig Meter lang. Egal, wir warten.

Es dürfen immer nur kleine Gruppe in die Halle. Das ist verständlich. Wenn alle gleichzeitig reindürften, würde man gar nichts mitbekommen, sehen. Ich war ,mal in der Sixtinischen Kapelle, da wird täglich einfach nur durchgeschoben. Da kann man sich besser ein Bild im Internet anschauen.

Also warten. In der Warteschlange höre ich Franzosen, Japaner, Engländer, Chinesen, Litauer und Schwaben. Münster ist auf einmal sehr international. Wir sind international. Wir sind Münster. Wir sind Kunst. Einen kurzen Moment bin ich sehr stolz auf meine Stadt. Darf man stolz auf seine Stadt sein? Ab wann darf man nicht mehr stolz sein? Ich bin nicht stolz auf mein Land. Ich bin nicht stolz auf mein Bundesland. Ich bin froh, im Münsterland zu leben, aber stolz? Ich schweife ab. Wir warten.

Nach einer Viertelstunde geben wir auf und beschließen ein anderes Mal wiederzukommen, wenn man nicht so lange warten muss. Man munkelt, dass die Wartezeit länger als eine Stunde beträgt. Das ist uns heute für die Kunst zu lang.

Tag 1 – Skulptur Projekte. Über kleine Bürgermeister und Schönwetterkunst

Ayşe Erkmen „On Water“ – Kunst als Event?

Eröffnung der Skulptur Projekte im Landesmuseum. Es sprechen verschiedenen Persönlichkeiten, die sich für die Ausstellung verdient gemacht haben. Ein Bürgermeister, eine Kulturstaatssekretärin, ein Museumsdirektor feiern ihre Verdienste und die Verdienste der Anderen. Der Bürgermeister Münsters ist sehr klein und wirkt immer ein wenig lustig. Das macht ihn bürgernah, sagt die Frau. Nun ja.

Als der Vorsitzende der Sparkasse Münster die Bühne betritt, verlassen viele die Eröffnung. Ich denke, weil er aussieht wie ein Vorsitzender einer Sparkasse. Wir verlassen auch lieber die Eröffnung.

Wir fahren an den Hafen, um die Installation von Ayşe Erkmen zu sehen. Sie hat einen Steg über den Kanalhafen gebaut. Das Gitter des Steges ist knietief unter der Wasseroberfläche, so dass man sich die Hosen bis zu den Knien hochkrempeln muss, um trocken rüber zu kommen.

Es ist ein sehr sonniger, heißer Tag, so haben viele Spaß durchs Wasser zu laufen. Wie Jesus, sagt einer. Das ist so eine Anspielung auf Jesus, wie er übers Wasser lief, glaubt er zu wissen. Der Schlaukopf. Viele können leider nicht den Steg überqueren, da sie zu dicke Beine haben und die engen Hosen nicht hochziehen können.

Jesus hin und her. Ich denke, dass Ayşe Erkmen Installation Schönwetterkunst ist und sicher ganz gut in den hundert Tagen ankommen wird, da man übers Wasser laufen kann, so ein bisschen Event hat.

Was ist ein Poetry Slam – Teil Drei

„Und kann man davon leben?“ Diese existenzielle Frage verfolgt mich nun mein Leben lang. Früher, als ich ein Studium noch mit dem Taxi finanzierte, fragten mich die Fahrgäste, ob man vom Taxifahren leben kann. Heute, wo ich mit meinen Slam Texten auf Bühnen stehe, fragt das Publikum, ob man vom Geschichtchen schreiben leben kann.

Auf Poetry Slams, diesen Fast Food Literaturbühnen, bekommt man Fahrkosten erstattet, eine Unterkunft gestellt und ein paar belegte Brötchen geschmiert. Früher gab es Bier statt belegte Brötchen, aber heute nehmen sich die Slam Poeten sehr wichtig, so dass nicht mehr vor und während der Veranstaltung getrunken wird und man sich mit einem Smoothie und vielleicht noch einem Avocado Brötchen zufrieden gibt. Honorare gibt es eigentlich auf Slams nicht, aber bei der Fahrkostenerstattung kann man tricksen.

So gibt es Halunken, die es schaffen, umsonst durch Deutschland zu reisen, ohne einen Cent für eine Fahrkarten auszugeben. Diese Sparfüchse schließen sich während der Zugfahrt auf dem Klo ein und hoffen, nicht erwischt zu werden. Schwarzfahren nennt man diese Ninja Technik umgangssprachlich. Beförderungserschleichung ist der juristische Fachausdruck. Wie alle Ninja Techniken ist auch das Schwarzfahren eine hohe Kunst. Sie kommt aus Japan und es die Kunst der Unsichtbarkeit.

Hier ein paar Kniffe für den schwarzfahrenden Slam Poet. Es ist schwierig, in den Regionalbahnen schwarz zu fahren. Erstens wird in der Regionalbahn, also im Nahverkehr, schärfer kontrolliert. Zweitens ist der Schaffner im Nahverkehr oft kein geselliger Bursche, mit dem sich reden lässt. Horden betrunkener Fußballfans und ausgelassene Kegeldamen haben den Nahverkehrs-Schaffner zu einem Misanthropen werden lassen. Ein erbärmlicher Stundenlohn tut sein übrigens. Drittens sind die Zugklos oft kaputt, verschlossen oder in einem fäkalem Endstadium, so dass man kaum eine Möglichkeit hat, sich dort vor dem Schaffner zu verstecken.

In ICs oder ICEs ist es schon leichter, ohne Fahrkarten ans Ziel zu kommen. Hier wird nicht regelmäßig kontrolliert, die Zugklos sind bequem und bieten auch auf langen Strecken Gemütlichkeit. Sie sind wahre „Stille Örtchen“.

Der wichtigste Grund, warum der Fernverkehr dem Schwarzfahrer die Hand reicht, ist aber, dass man nachlösen kann. Wenn man also tatsächlich erwischt wird, hat man noch die Möglichkeit, zu sagen, dass keine Zeit mehr bestand, eine Karte am Bahnhof zu ziehen. Neben einer kleinen Bearbeitungsgebühr ist das nachgelöste Ticket noch nicht mal vieler teurer.

So mancher Slam Poet verdient sich also sein Lebensunterhalt mit der Schwarzfahrerei, einem Leben auf Zugklos und im ständigen Versteckspiel mit dem Schaffner.

Eine weitere Möglichkeit, sich seinen Lebensunterhalt durch Slams zu verdienen, besteht im Verkauf von Büchern, Jutebeuteln, Stickern oder kleinen Heften, die der Slam Poet für die „Bühne der lyrischen Lust“ kreativ angelegt hat.

Für zehn Euro verkauft so mancher Slam Poet Jutebeutel, auf denen zum Beispiel ein Mikrofon abgebildet ist, gerne noch mit einer kleinen Unterzeile, welche die Liebe zur Slam Poesie, unterstreicht. „The points are not the point; the point is poetry.“ Aha!

Schwarzfahren und Jutebeutel verkaufen. Zwei Wege als Bühnenliterat zu überleben, über die Runden zu kommen.

Daneben bieten sich noch Möglichkeiten wie Flaschensammeln, ein Griff in die Abendkasse des Veranstalters oder Nachts den Kollegen die erhaltenen Fahrkosten aus der Brieftasche klauen. Das sind aber Wege der Lebensunterhaltung, die auch Nicht – Slammern zu Verfügung stehen, die also nicht primär der schreibenden Zunft vorbehalten sind (und auch nicht aus Japan kommen).

Man sieht also, man kann von der Bühnenliteratur leben. Und ansonsten: Mutti fragen.